Tag des offenen Denkmals: Führungen über Ausgrabungen

Drohnenübersicht der Ausgrabungsfläche bei Hahnefeld, Gemeinde Stauchitz . Foto: Landesamt für Archäologie Sachsen

Drohnenübersicht der Ausgrabungsfläche bei Hahnefeld, Gemeinde Stauchitz . Foto: Landesamt für Archäologie Sachsen

Zum Tag des offenen Denkmals lädt das Landesamt für Archäologie Sachsen zu Führungen über aktuelle Ausgrabungen und zu Vorträgen ein.

Am  13. September organisiert die Deutsche Stiftung Denkmalschutz den bundesweiten "Tag des offenen Denkmals". Das Landesamt für Archäologie Sachsen bietet Interessierten an diesem Tag Führungen und Vorträge an sowie die Chance, aktuelle Grabungen zu besuchen. Lassen sie sich nicht die Gelegenheit entgehen, den Archäologen über die Schulter zu schauen und Areale zu betreten, die nur selten für die Öffentlichkeit freigegeben werden. 

Angebote in Leipzig

 Führung auf dem Gelände des ehemaligen Zwangsarbeiterlagers »Mangold« mit Dr. Michael Strobel, Referatsleiter LfA und Mitglied der Arbeitsgruppe »Stätten der NS-Zwangsarbeit in Sachsen«.

  • Wann: 13.09.2026 um 14 Uhr
  • Wo: Treffpunkt: Diezmannstraße 12, 04207 Leipzig Kleinzschocher

Führungen über die Ausgrabung einer 7000 Jahre alten Siedlung der frühen Jungsteinzeit mit dem wissenschaftlichen Grabungsleiter Thomas Lukas M.A.

  • Wann: 13.09.2026 von 10 – 14 Uhr
  • Wo: Treffpunkt: gegenüber Hans-Beimler-Str. 3 auf der großen Freifläche, 04159 Leipzig

Führungen über den Matthäikirchhof mit dem Archäologen und Bearbeiter der ehemals dort ausgeführten archäologischen Untersuchungen Mirco Oehlert (LfA). Unter dem heute bebauten und gepflasterten Areal befindet sich die mittelalterliche Keimzelle der Stadt Leipzig, die »urbs Lipzi«, einer Burg, die für das Jahr 1015 in der Chronik des Merseburger Bischofs Thietmar erstmals erwähnt wird.

  • Wann: 13.09.2026, von 10 – 16 Uhr
  • Wo: Treffpunkt: Große Fleischergasse 12, 04109 Leipzig

Vortrag über die Funde der Völkerschlacht im Südraum Leipzig von Linda Seifert M.A. (LfA) und Präsentation der Ausgrabungsergebnisse beim Bau der A38

Im Südraum von Leipzig spielten sich Mitte Oktober 1813 verlustreiche Kämpfe ab, die über den Ausgang der Leipziger Völkerschlacht maßgeblich entscheiden sollten und deren Spuren bis heute im Boden erhalten sind. Der Vortrag gibt einen Überblick über die Ergebnisse der archäologischen Ausgrabungen und beleuchtet zugleich die besonderen methodischen Herausforderungen, die dieses bedeutende Flächendenkmal an die archäologische Denkmalpflege stellt.

  • Wann: 13.09.2026, Vortrag: 11 Uhr, allgemeines Programm des Interessenverein »Völkerschlacht bei Leipzig 1813« e.V. ,10 -17 Uhr.
  • Wo: Museumsscheune, Alte Tauchaer Straße 1, 04288 Leipzig (OT Liebertwolkwitz)

Angebot in Makranstädt

 Führungen über die Ausgrabung entlang der Fernwärmeleitung mit den Grabungsleitern Stefan Tessenow und Frank Schell (LfA)

Seit August 2024 laufen die archäologischen Untersuchungen entlang des rund fünf Kilometer langen sächsischen Abschnitts der Trasse der Fernwärmeleitung von Leuna nach Kulkwitz. Die Arbeiten haben bereits zahlreiche archäologische Fundstellen aus unterschiedlichen Epochen ans Licht gebracht und eröffnen damit neue Einblicke in die lokale Geschichte.

  • Wann: Sonntag, 13.09.2026, 11:00 - 15:00 Uhr
  • Wo: Treffpunkt Ortsausgang Quesitz, Döhlener Straße 2, 04420 Markranstädt OT Quesitz

Im Tagebauvorfeld Nochten bei Weißwasser

 Führungen über die Ausgrabungen des ehemaligen Torhauses von Mühlrose mit den Kollegen der Außenstelle in Weißwasser. Das Torhaus befand sich am Hauptweg des Jagdreviers der Standesherrschaft Muskau und wird seit März diesen Jahres archäologisch untersucht. Zu der ansonsten nicht mehr öffentlich zugänglichen Ausgrabung bietet das Landeamt  einen Shuttleservice an.

  • Wann: Sonntag, den 13.09.2026, stündliche Führungen von 10 – 15 Uhr
  • Wo: Von Rohne in Richtung Neustadt (Neustädter Straße) fahren. Hinter Mulkwitz über die Brücke fahren und danach vor den Bahngleisen links abbiegen in die Betriebsstraße (Leag). An der Schranke PKW abstellen. Von dort geht es mit einem Shuttle zur archäologischen Ausgrabungsstätte.

Bei Salbitz Gem. Naundorf, Lkr. Nordsachsen

 Führungen über die Ausgrabungsfläche des Südabschnitts der zukünftigen Bundesstraße 169, die von Riesa nach Salbitz verlegt wird mit den beiden wissenschaftlichen Grabungsleitern, Dr. des. Matthias Conrad und Marko Häckel M.A.

Im Rahmen der Voruntersuchungen wurden entlang der neuen Trasse der B169 zwischen Riesa und Salbitz 17 neue Bodendenkmäler festgestellt. Zwei davon werden zur Zeit nördlich und südlich des Salbitzer Baches ausgegraben und dokumentiert. Erste Hinweise lassen auf eine Siedlung der Slawenzeit (um 1000 v. Chr.) sowie eisenzeitliche Siedlungsspuren (um 600 v. Chr.) schließen.

  • Wann: Sonntag, 13.09.2026 von 10 bis 15 Uhr.
  • Wo: Treffpunkt an der K8948 zwischen Salbitz und Gastewitz. Von Salbitz kommend kurz hinter dem Ortsausgang auf der linken Seite im Bereich der Baustelleneinrichtung Sammel- und Infopunkt. Von dort geht es in Begleitung zu Fuß ca. 400m zu den archäologischen Ausgrabungsflächen.

Für alle Besuche der Ausgrabungen empfiehlt das Landeamt festes Schuhwerk und weist darauf hin, dass die Grabungsflächen nicht barrierefrei sind. Alle Veranstaltungsangebote sind kostenfrei.


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